Eine Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent in der Wohnung kann viele Probleme verursachen. So eine hohe Feuchtigkeit ist in Wohnräumen nicht normal und deutet oft auf Schwierigkeiten im täglichen Leben hin. Viele Menschen wissen nicht, was passiert, wenn die Luft in der Wohnung zu feucht ist oder wie sie das Problem bemerken und lösen können. In diesem Text erfahren Sie, warum 70 Prozent Luftfeuchtigkeit in der Wohnung ein Problem sind, welche Folgen entstehen und wie Sie einfach für ein gutes Raumklima sorgen können.
Gesundes Raumklima hängt von der Luftfeuchtigkeit ab
Die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung beeinflusst, wie wohl und gesund Menschen sich fühlen. Bei etwa 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit fühlt sich die Luft angenehm an. Der Körper kann dann seine Temperatur gut regeln und die Schleimhäute in Nase und Hals trocknen nicht aus. Steigt die Luftfeuchtigkeit jedoch auf 70 Prozent oder sogar darüber, fühlt sich die Luft klamm an. Es entstehen leicht andere Probleme. Besonders ältere Menschen, Kinder und Personen mit Asthma haben dann manchmal Schwierigkeiten beim Atmen. Auch wird im Schlaf weniger gut erholt, weil das Klima belastend wirkt. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig zu kontrollieren, wie hoch die Luftfeuchtigkeit wirklich ist. Ein einfaches Messgerät, ein Hygrometer, hilft dabei im Alltag.
Gefahren durch 70 Prozent Luftfeuchtigkeit in der Wohnung
Zu feuchte Luft fördert die Entwicklung von Schimmel und anderen ungesunden Stoffen. Bei 70 Prozent Luftfeuchtigkeit oder mehr ist die Gefahr besonders groß, dass sich an kälteren Wänden, hinter Schränken oder in Ecken Schimmel bildet. Schimmel riecht unangenehm und kann schwere Gesundheitsprobleme machen. Oft entstehen Husten, Allergien oder sogar Infektionen. Auch Möbel, Bücher, Kleidung oder Holzböden werden durch zu viel Feuchtigkeit beschädigt. Holz verfärbt sich, Leder bekommt Flecken und Papier wellt sich. Fliesen oder Fugen können braune Streifen kriegen. In Wohnungen mit schlechter Lüftung oder alten Fenstern sind die Probleme noch größer, weil die feuchte Luft schlecht nach draußen kann. Wer 70 Prozent Luftfeuchtigkeit misst, sollte handeln. Je früher Sie etwas tun, desto eher können Schäden am Haus oder an der Gesundheit verhindert werden.
Ursachen für zu hohe Luftfeuchtigkeit finden und beseitigen
Der Alltag in der Wohnung produziert oft mehr Feuchtigkeit, als viele Menschen denken. Beim Duschen, Kochen, Wäsche trocknen und sogar beim Atmen steigt die Menge an Feuchtigkeit im Raum. Werden die Fenster selten geöffnet oder gibt es keine Lüftungsanlage, bleibt die feuchte Luft im Haus. Auch Pflanzen, Aquarien oder viele Personen in kleinen Wohnungen machen die Luft oft feuchter. In manchen Häusern dringt zusätzlich Wasser durch Wände oder den Keller ein. Besonders im Winter kommt es schnell zu 70 Prozent Luftfeuchtigkeit, wenn draußen alles dicht ist und wenig Luftwechsel stattfindet. Es hilft, regelmäßig zu lüften und feuchte Stellen im Haus zu kontrollieren. Einmal am Tag alle Fenster weit öffnen, sorgt für echten Luftwechsel. Wo das Lüften nicht reicht, kann auch ein elektrischer Luftentfeuchter hilfreich sein. Ziel ist immer, die Luftfeuchtigkeit auf unter 60 Prozent zu senken.
Tipps für dauerhaft gutes Raumklima zu Hause
Wer die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung senken möchte, kann schon mit wenigen Schritten viel erreichen. Ein wichtiger Tipp ist, mehrmals am Tag stoßzulüften. Das bedeutet: Fenster und Türen für einige Minuten weit öffnen, damit frische Luft schnell hereinkommt. Vor allem nach dem Duschen oder Kochen sollte direkt gelüftet werden, damit sich die feuchte Luft nicht im ganzen Haus verteilt. Stellen Sie Möbel nicht direkt an kalte Wände, denn dort sammelt sich oft Feuchtigkeit. Feuchte Wände oder Ecken sollte man sofort abwischen und beobachten. Trocknen Sie Wäsche nach Möglichkeit draußen oder im Keller – nie im Wohn- oder Schlafzimmer. Achten Sie beim Kochen auf den Einsatz der Dunstabzugshaube. Bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit hilft auch ein Raumentfeuchter oder ein Schälchen mit Salz, das Wasser aus der Luft zieht. Mit diesen einfachen Methoden bleibt die Wohnung lange gesund und Sie vermeiden Kosten für Reparaturen und Arztbesuche.
Häufige Fragen zu 70 Prozent Luftfeuchtigkeit in der Wohnung
Ist eine Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent in der Wohnung gefährlich?
Ja, 70 Prozent Luftfeuchtigkeit in der Wohnung ist zu hoch und auf Dauer ungesund. Es kann zu Schimmel, Allergien und Schäden an Möbeln kommen.
Wie kann ich die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung messen?
Die Luftfeuchtigkeit lässt sich am besten mit einem Hygrometer messen. Dieses Gerät zeigt in Prozent an, wie feucht die Luft im Raum ist.
Was kann ich tun, wenn die Feuchtigkeit dauerhaft bei 70 Prozent liegt?
Bei dauerhaft 70 Prozent Luftfeuchtigkeit sollten Sie öfter lüften, feuchte Stellen suchen und entfernen sowie eventuell einen Luftentfeuchter benutzen.
Welche Zimmer sind besonders betroffen von zu hoher Luftfeuchtigkeit?
Vor allem Badezimmer, Küche und Schlafzimmer sind von zu hoher Luftfeuchtigkeit betroffen. Dort entsteht oft viel Feuchtigkeit durch duschen, kochen oder atmen.
Kann Schimmel bei 70 Prozent Luftfeuchtigkeit entstehen?
Schimmel wächst besonders gut ab 70 Prozent Luftfeuchtigkeit. Sorgen Sie für trockenere Luft, damit sich kein Schimmel bildet.

